Spundwände für Deiche

Hochwasserschutz: Spundwände stabilisieren Deiche und schützen Anwohner vor Überflutung.

Im Hafenbau kennt man Spundwände schon seit gut einem Jahrhundert. Jetzt werden die Wände aus Stahl auch für den Schutz vor den Fluten verwendet. Die so genannten Spundwände werden durch die Deichkrone hindurch zwei bis drei Meter tief im Boden unter dem Deich verankert. Über ein neu entwickeltes Baukastensystem lassen sich die Spundwände bei Bedarf auch in der Höhe aufstocken. Die einzelnen Elemente sind je nach Deich sechs bis zwölf Meter lang und zwischen sechs und zehn Millimeter dick. Der Hersteller, die ThyssenKrupp GfT Bautechnik GmbH in Essen, versorgt nicht nur Deutschland mit den wasserdichten Stahlwänden. Auch in Russland, Tschechien und Spanien werden Deiche mit der innovativen Technik nachgerüstet. Selbstverständlich bietet ThyssenKrupp Komplettlösungen an, von der Beratung bis zur Implementierung, denn um die Spundbohlen in die Erde zu treiben, sind Spezialmaschinen notwendig. Entdeckt wurden die Spundwände für den Hochwasserschutz erst vor kurzem, denn lange Zeit hielten die alten Deiche. Doch jetzt ist es Zeit zum Umdenken: Viele Deiche an Elbe und Oder sind aufgeweicht, andere haben sich als zu niedrig erwiesen oder müssen gar nach hinten verlegt werden. Spundwände bieten hierfür eine umweltverträgliche Lösung, denn die Wände aus Stahl halten mehr als hundert Jahre und sind komplett recyclebar.

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